LT OBERAARGAU - BILDER UND BERICHTE

LT Oberaargau erwandert die Region Grauholz

Freitag, 13. Mai 2016


 
Der Vorstand des Landesteils Oberaargau traf sich am Freitag, den 13. Mai, in Sand bei Schönbühl vor dem Restaurant Bären. Zur Begrüssung stiessen wir mit einem Gläschen Weisswein an und hiessen auch die jeweiligen Lebenspartner herzlich willkommen. Dass ganz in der Nähe die Train-Rekrutenschule stationiert ist, erklärte uns Hansjürg Fuhrimann und führte uns auch gleich zum ersten Pferdestall. Unter kundiger Führung von Zugführer Christoph Rubin wurden uns die Besonderheiten der Trainschule erklärt. Hier werden die Armeetiere ausgebildet. Wir konnten die Pferde bestaunen, anfassen und streicheln. Zu jedem Pferd wusste Christoph Rubin etwas zu erzählen; man spürte, dass er mit Herzblut, Freude, Engagement und Stolz seinen Militärdienst in der Train-Rekrutenschule mit den Pferden absolvieren konnte. Das Auswahlverfahren der Rekruten und der Tiere sei nicht ganz so einfach. Von beiden werde einiges abverlangt. Von der guten Gruppenzusammengehörigkeit und Freundlichkeit konnten wir uns selber überzeugen. Eine Besonderheit, meint Christoph Rubin, sei die Ausbildung der Mulis, denn auch Mulis kommen zum Einsatz: "Immer dann, wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Muli her." In sehr steilem Gelände kann ein Pferd oft nicht mehr weiter gehen, aber ein Muli kann noch auf den unwegsamsten Pfaden gehen und einen Auftrag ausführen oder erste Hilfe leisten.

Nach dem sehr interessanten Einblick fuhren wir mit den Autos nach Geristein, einem Weiler umgeben von Wäldern und Hügeln, das sogenannte Bantiger-Gebiet. Der einheimische Förster führte uns im Gelände herum und wies uns auf verschiedene Sehenswürdigkeiten hin wie den "Elefanten", ja, der ist wirklich nicht zu übersehen, imposant, wie er in der Höhe des Sandsteinfelsen steht und sich mit dem Rüssel an den Felsen abstützt. Von diesem Sandsteinbruch sind zum Teil Stücke auch beim Münsterbau verwendet worden. Auch gäbe es in diesem Gebiet unterirdische grössere Wasservorkommen und dass der Aushub der Stadt Bern mitgeholfen hat, dem Gelände die heutige Form zu geben. Er wusste auch vom Bundesratsbunker und anderen Bunkern und Stollen, die sich in diesem Gebiet befinden, zu berichten.

Auf gut markierten Wanderwegen könne man schöne Spaziergänge rund um den Bantiger machen. Auch wurden wir über den Weg der Wasserleitung, die von der Vennersmühle in Rueterswil/Emmental herkommt und bis nach Bern führt, informiert. Den Bantiger selber konnten wir nicht besuchen, da er ganz vom Nebel eingehüllt war. Die Alpen sahen wir so stückweise, wenn sich die Wolken etwas verzogen. Das tat aber unserem Unterfangen und unserem Vergnügen keinen Abbruch.

Wir verabschiedeten uns vom kompetenten Förster, der uns über das Gebiet um den Bantiger so Interessantes zu berichten wusste, und kehrten mit vielen wissenswerten Informationen ins Restaurant Bären zurück. Bei einem guten Nachtessen, guten Gesprächen und einer Kurz-Sitzung, um die neusten Infos zu hören, beendeten wir unseren Ausflug. - Herzlichen Dank an Hansjörg Fuhrimann und an alle, die mitgeholfen haben, diesen unvergesslichen Anlass zu organisieren.

Text: Ruth Frey
Bilder: Alexandra Weber