ARCHIV - BILDER UND BERICHTE

Sing- und Tanznachmittag im Restaurant Bad Gutenburg in Lotzwil

Donnerstag, 7. Februar 2019


Am 7. Februar 2019 lud der Vorstand des LT Oberaargau wiederum zum jährlichengemütlichen Sing- und Tanznachmittag im Bad Gutenburg ein. Bei winterlichem Wetter trafen sich 46 Trachtenleute  zum gemütlichen Beisammensein zum Singen und Tanzen.

 

Nach der herzlichen Begrüssung durch die Obfrau Marianna Ramseier übernahm Greti Tschabold den ersten Singblock. Und nach einer Pause freuten sich die Tanzwilligen auf den ersten Tanzblock. Hanni Stalder hatte wieder Tänze ausgewählt, die wir alle gerne tanzen und  die wir rasch wieder im Kopf und in den Füssen hatten. Um nur einige zu nennen: da war der Nagelschmied, Susanne-Polka Schüpfener-Mazurka, Heidiland  und natürlich durfte der Kafi-Schottisch nicht fehlen; so tanzten wir mit Unterbrüchen acht Tänze.

 

Zum Abschluss und das nach dem Zvieri zeigte uns Hanni den Jugoslavischen Tanz. Dazu wurden alle, auch Nicht-Tänzer und –Tänzerinnen, aufgefordert mitzumachen. So ergab sich ein erfreulich grosser Kreis und Hanni musste nicht lange erklären, schnell haben alle die Schrittfolgen erkannt  und mit viel Lachen und Schmunzeln tanzten wir den Jugoslavischen Tanz. Wir sind halt auch nach dem Zvieri noch «glehrig».

Die Lieder, die Greti zusammengestellt hatte, waren unsere Lieblingslieder, wie I dyne schöne Auge, I schänk dir e Rose, I weiss nit, wär i bi, Zäme singe und Rosezyt - ich kann hier nicht alle aufzählen. Greti und Hanni haben ein abwechslungsreiches, schönes Programm präsentiert.

 

Als Intermezzo las uns Markus Zigerli die Geschichte von der Frau «O du fröhliche» von Manuel Huwiler vor. Eine Frau, die ganz vernarrt war in die Weihnachtszeit: sie sang das ganze Jahr hindurch Weihnachtslieder, auch im Sommer bei der grössten Hitze. Im ganzen Dorf war die etwas schrullige Frau bekannt und beliebt; sie hätte schon einen anderen Namen gehabt, aber den kannten nur wenige. Als Frau «O du fröhliche» alt und krank war und wohl ahnte, dass ihr Leben zu Ende geht, wünschte sie sich noch einmal Weihnachten und die Dorfbewohner scheuten keinen noch so fast unmöglichen Aufwand und liessen für Frau «O du fröhliche» Weihnachten werden und dies mitten im Sommer! Die Feuerwehr, die Schaum auf den Rasen spritzte, um Schnee vorzutäuschen, und die Bewohner, die sich die Winterkleider anzogen und bei Frau «O du fröhliche» Weihnachtslieder sangen. Den Beteiligten rann dabei der Schweiss nur so hinunter; davon merkte Frau «O du fröhliche» nichts, sie war so überwältigt und glücklich, dass sie Weihnachten feiern konnte. - Ja, kurze Zeit darauf verstarb Frau «O du fröhliche». Seitdem feiert das Dorf jeden Sommer ein Weihnachts–Sommerfest.

 

Schnell ging dieser  gemütliche Nachmittag  zu Ende und bevor wir uns auf den Heimweg machten, bedankte sich Marianna Ramseier mit einem kleinen Präsent bei den Sing- und Tanzleiterinnen und beim Vorleser; wir alle, die dort waren, schlossen uns dem Dank an und bezogen die Organisatorinnen mit ein.

 

Text und Foto Ruth Frey